Logo
German English
Call Us Today
Tel.: +49 (0) 6430 92 60 10
Fax: +49 (0) 6430 92 60 20

info@spectrum-rem.com
Tel e-mail
Neu ab Januar 2017: Pflegegrade statt Pflegestufen
INVESTITIONEN
02/08/2017
Neu ab Januar 2017: Pflegegrade statt Pflegestufen
Neu ab Januar 2017: Pflegegrade statt Pflegestufen

Ab Januar 2017 wird die Pflegebedürftigkeit in fünf Pflegegraden statt in drei Pflegestufen gemessen. Dabei gilt: Je höher der Pflegegrad, desto mehr ist der Mensch in seiner Selbstständigkeit beeinträchtigt und auf Unterstützung angewiesen. Die bisherigen Zeitwerte werden dann von Punktwerten abgelöst.

Pflegegrade statt Pflegestufen

Alle Pflegebedürftigen, die bereits vor dem 1.1.2017 Leistungen der Pflegeversicherung erhalten, werden dann nach gesetzlich vorgegebenen Regeln in die Pflegegrade übergeleitet. Diese Überleitung erfolgt automatisch. Dies bedeutet: Pflegebedürftige müssen keinen neuen Antrag zum Jahreswechsel stellen, um für das nächste Jahr dem entsprechenden Pflegegrad zugeordnet zu werden.

Pflegebedürftige mit ausschließlich körperlichen Beeinträchtigungen erhalten anstelle der bisherigen Pflegestufe den nächst höheren Pflegegrad, zum Beispiel statt Pflegestufe I den Pflegegrad 2. Pflegebedürftige, bei denen eine eingeschränkte Alltagskompetenz festgestellt wurde, erhalten den übernächsten Pflegegrad, zum Beispiel statt Pflegestufe I den Pflegegrad 3.

Eine Bestandschutzregelung stellt sicher, dass dabei niemand schlechter gestellt wird. Im Gegenteil: Für viele Pflegebedürftige wird sich der Leistungsumfang sogar verbessern.

Überleitung der Pflegestufen zu Pflegegraden

Pflegestufe (Alt)                                                                        Pflegegrad (Neu) Beschreibung

Pflegestufe unterhalb 1 (so genannte "Pflegestufe 0")    Pflegegrad 2 Erhebliche Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten
Pflegestufe I
Pflegestufe I mit eingeschränkter Alltagskompetenz      Pflegegrad 3 Schwere Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten
Pflegestufe II
Pflegestufe II mit eingeschränkter Alltagskompetenz     Pflegegrad 4 Schwerste Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten
Pflegestufe III
Pflegestufe III mit eingeschränkter Alltagskompetenz    Pflegegrad 5 Schwerste Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten mit
Härtefall                                                                               besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung

Hinweis: In den Pflegegrad 1 kann nicht übergeleitet werden. Dieser wird nur für neue Einstufungen ab 2017 vergeben.

Pflege im Heim – Eigenanteil im Pflegeheim 2017 und Bestandsschutz

Wie ist die Pflege im Heim geregelt?
Bei der Pflege im Heim gibt es ab Januar 2017 zwei wichtige Neuerungen. Sie betreffen den Eigenanteil im Pflegeheim 2017 und den Bestandsschutz.

1.-Künftig werden Sie bei den Kosten Ihres Pflegeheims entlastet.

Die Pflegereform 2017 hat deshalb den Eigenanteil im Pflegeheim als EEE, Einrichtungs-Einheitliche- Eigenanteile grundlegend neu gefasst.

Hintergrund:

Haben Sie bisher in einem Pflegeheim gelebt, mussten Sie einen Teil der Pflegekosten, den Eigenanteil, selbst tragen. Ihre Pflegekosten stiegen, wenn Sie eine höhere Pflegestufe bekamen. Dabei erhöhte sich der Eigenanteil oft stärker als die Leistungen der Pflegeversicherung. So waren Sie schlechter gestellt als zuvor.

Das neue Pflegegesetz 2017 begrenzt diesen Eigenanteil. Ihr Eigenanteil erhöht sich nicht mehr – auch dann nicht, wenn Ihre Pflegebedürftigkeit zunimmt und Ihr Pflegegrad steigt.

Dafür wird für jedes Pflegeheim ein einrichtungseinheitlicher Eigenanteil (EEE) ermittelt.

Folge:

Alle Bewohner eines bestimmten Pflegeheims zahlen für die Pflege den gleichen Eigenanteil – unabhängig davon, in welchem Pflegegrad sie eingestuft sind. In manchen Fällen können sich Pflegebedürftige dadurch leisten, in ein Einzelzimmer umzuziehen.

2.-Bestandsschutz: Niemand darf nach der Reform 2017 schlechter gestellt sein als vorher

Ab 2017 sinken die monatlichen Pflegeleistungen im Heim für Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 und 2.

Alle, die aus den Pflegestufen 1 und 2 in die Pflegegrade 2 und 3 übergeleitet wurden, erhalten einen Bestandsschutz. Sie erhalten weiterhin den Betrag, den sie in ihrer bisherigen Pflegestufe bekommen haben.

Pflegestufe    Betrag 2016    Pflegegrad     Betrag 2017
                                                    Pflegegrad 1          125 €
Pflegestufe 0       231 €          Pflegegrad 2          770 €
Pflegestufe 1     1064 €          Pflegegrad 2          770 € **
Pflegestufe 1*    1064 €          Pflegegrad 3        1262 €
Pflegestufe 2     1330 €          Pflegegrad 3        1262 € **
Pflegestufe 2*    1330 €          Pflegegrad 4        1775 €
Pflegestufe 3     1612 €          Pflegegrad 4        1775 €
Pflegestufe 3*    1612 €          Pflegegrad 5        2005 €
Pflegestufe 3+
Härtefall              1995 €          Pflegegrad 5         2005 €

Anmerkungen

* Personen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz (nach § 45a SGB XI)

**Hier greift die Bestandsschutzregelung. Sie stellt sicher, dass kein Heimbewohner durch die Umstellung auf Pflegegrade schlechter gestellt wird.

Genesis
YouTube Twitter