In München zahlen die jungen Leute im Schnitt 650 Euro für ein Zimmer in der WG
In Zeiten knapper Wohnungsmärkte ist es für junge Menschen besonders attraktiv, mit Hilfe von Wohngemeinschaften (WG) ihre Wohnkosten zu reduzieren. Aber was sind die üblichen Preise für das gemeinschaftliche Wohnen?
Auf Basis von mehreren Tausend Mietinseraten für WG-Zimmer erstellt das Analysehaus empirica eine Übersicht, die jeweils zum Semesterbeginn Auskunft über die Mietpreise in diesem Segment gibt. Sie liefert für alle größeren Hochschulstandorte Deutschlands (mehr als 120 Städte) Standardpreise (mittlerer 50-Prozent-Wert) sowie die Preisspanne der Warmmiete eines unmöblierten WG-Zimmers, das zwischen zehn und 30 Quadratmeter groß ist. Zu Beginn des Wintersemesters 2020 ist der Standardpreis für ein unmöbliertes WG-Zimmer mit 650 Euro in München am höchsten, gefolgt von Frankfurt (520 Euro) und Stuttgart (500 Euro). Die günstigsten Angebote gibt es derzeit in Chemnitz (220 Euro) sowie in Magdeburg und Halle (Saale) (jeweils 260 Euro). In den Hochschulstandorten insgesamt liegt der Standardpreis zum aktuellen Semester bei 395 Euro und somit 18 Prozent über dem Niveau aus dem Wintersemester 2015 bzw. drei Euro niedriger als im Sommersemester 2020.